Grenzen setzen ohne Schuld – wie ich gelernt habe, mich selbst zu schützen
Es hat lange gedauert, bis ich verstanden habe, dass es okay ist, Grenzen zu setzen – auch gegenüber Menschen, die mir nahe stehen. Besonders in der Familie wird oft vermittelt: Wer sich abgrenzt, verletzt. Wer Nein sagt, enttäuscht. Wer Abstand nimmt, ist undankbar. Aber heute weiß ich: Das stimmt nicht.
🌿 Eine Grenze ist kein Angriff
Ich habe Grenzen früher mit Ablehnung verwechselt. Ich dachte, wenn ich jemandem Einhalt gebiete, dann bin ich kalt oder egoistisch.
Aber in Wahrheit ist eine Grenze ein Akt der Selbstachtung. Sie sagt nicht: „Ich lehne dich ab.“ Sie sagt: „Ich schütze mich.“
🔁 Schuldgefühle – das alte Muster
Als ich begann, mich abzugrenzen, kamen sofort die Schuldgefühle.
„Wie kannst du das tun?“ – „Denkst du nur an dich?“ – „Du bist so hart geworden.“
Und ich fragte mich: Bin ich wirklich zu hart? Oder war ich vorher einfach zu weich?
Diese Fragen begleiten viele, die sich aus toxischen Mustern befreien.
🛡️ Selbstschutz braucht Klarheit
Ich habe gelernt, mich nicht für meine Grenzen zu entschuldigen. Ich erkläre sie, wenn nötig. Aber ich rechtfertige sie nicht mehr.
Ich muss mich nicht schuldig fühlen, wenn ich nicht mehr erreichbar bin für Drama, Manipulation oder ständige Kritik.
Ich bin nicht dafür da, die Erwartungen anderer zu erfüllen – sondern mein Leben zu gestalten.
🌸 Was ich durch meine Grenzen gewonnen habe
Mehr Ruhe. Mehr Klarheit. Und das Gefühl, mich selbst nicht zu verlieren.
Ich kann heute in den Spiegel schauen und sagen: Du hast dich nicht aufgegeben. Du hast dich geschützt.
Und das ist nichts, wofür ich mich schämen muss. Im Gegenteil.
📖 In meinem Buch „Zwischen Dornen und Stärke“ erzähle ich genau davon – vom Weg raus aus der Schuld und rein in die Selbstachtung.
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